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Die 10 Gebote | mit Fulbert Steffensky

Die 10 Gebote | mit Fulbert Steffensky

Das Zehnte Gebot | Die zehn Gebote

Veröffentlichung:30.12.2021

Dieses Video thematisiert das 10 Gebot den Besitz und Reichtum. Reichtum ist Diebstahl sagen die Kirchenväter. Wenn ein Entscheidungsträger sechzig Millionen Abfindung bekommt, so ist dies Diebstahl. Dabei wird kein Gesetz verletzt. Das Recht der Arbeiter, die diese Werte erarbeitet haben, wird verletzt. Das Gebot des Begehrens wird meist nur interpersonal angewendet. Auch der globale Norden bestiehlt den globalen Süden. Die Bibel kennt das Einlösen und die Schuldenvergebung. Besitz war damals nicht zu verlieren, sondern wurde nach dem Verkauf im Erlassjahr zurückgegeben. Die Kirchen versuchen durch die Förderung von gerechtem fairem Handel diesen Geist wieder zu beleben. Es ist schön die Betrugsgiganten in die Knie zu zwingen. Das Recht ist schön. Das Evangelium ist kein Schlagstock, sondern ein Anreiz zur Freiheit.

Fulbert Steffensky zeigt, wieso die 10 Gebote heute noch aktuell und höchst politisch sind. Er liest aus seinem Buch "Die Zehn Gebote - Anweisungen für das Land der Freiheit" vor.

Das Video widmet sich dem 10. Gebot „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus, noch alles, was sein ist“ und interpretiert dieses Gebot nicht als Verbot menschlicher Wünsche, sondern als Orientierungshilfe für den Umgang mit Sehnsucht und Lebenszielen. Der Referent unterscheidet zwischen einem Begehren, das auf Leben, Liebe, Freundschaft, Gerechtigkeit und das Reich Gottes ausgerichtet ist, und einem Begehren, das sich ausschließlich auf Besitz, Reichtum, Macht und materielle Sicherheit konzentriert. Dabei wird das Gebot mit grundlegenden Fragen nach Freiheit, Gerechtigkeit und Verantwortung verbunden. Das Video weitet die Perspektive von individuellen Verfehlungen auf gesellschaftliche und globale Zusammenhänge aus und thematisiert wirtschaftliche Ungerechtigkeit, Verschuldung armer Länder sowie die Bedeutung von fairem Handel. Die Zehn Gebote werden dabei als Wegweiser zu einem Leben in Freiheit, Würde und Solidarität verstanden.

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Das Video eignet sich besonders für den Religionsunterricht der Sekundarstufe I und II in Unterrichtseinheiten zu den Zehn Geboten, christlicher Ethik, sozialer Gerechtigkeit, Wirtschaftsethik oder der Frage nach einem gelingenden Leben. Es verbindet klassische religiöse Inhalte mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und eröffnet dadurch zahlreiche Anknüpfungspunkte zur Lebenswelt der Lernenden.

Als Einstieg bietet sich eine Sammlung von Wünschen und Sehnsüchten an. Die Lernenden notieren, was sie sich für ihr eigenes Leben wünschen und welche Ziele sie verfolgen. Anschließend können die Ergebnisse kategorisiert werden, beispielsweise in materielle Wünsche, zwischenmenschliche Beziehungen, persönliche Entwicklung oder gesellschaftliche Ideale. Dadurch wird die zentrale Frage des Videos vorbereitet: Worauf richtet sich menschliches Begehren und welche Folgen hat dies für das eigene Leben und das Zusammenleben?

Während der Sichtung des Videos können die Lernenden Aussagen sammeln, die beschreiben, welche Formen des Begehrens als lebensförderlich und welche als lebenshinderlich dargestellt werden. Dabei bietet sich die Arbeit mit Leitfragen an: Was versteht der Referent unter einem „lebendigen“ Begehren? Warum wird übermäßiges Streben nach Besitz kritisch bewertet? Welche Verbindung besteht zwischen persönlichem Verhalten und gesellschaftlicher Gerechtigkeit?

Im Anschluss eignet sich eine vertiefende Gruppenarbeit. Eine Gruppe kann die theologischen Aussagen zum 10. Gebot untersuchen, eine weitere die Kritik an wirtschaftlicher Ungerechtigkeit analysieren und eine dritte Gruppe Beispiele für gerechtes Handeln im Alltag zusammentragen. Die Ergebnisse können in einer Diskussionsrunde zusammengeführt werden, in der die Lernenden beurteilen, welche Verantwortung Einzelne für globale Gerechtigkeit tragen.

Besonders gewinnbringend ist die Verbindung mit aktuellen Themen wie fairem Handel, nachhaltigem Konsum, globalen Lieferketten oder sozialer Ungleichheit. Die Lernenden können Produkte ihres Alltags untersuchen und überlegen, welche Auswirkungen Kaufentscheidungen auf Menschen in anderen Teilen der Welt haben. Dadurch wird ethisches Lernen mit konkreten Handlungsmöglichkeiten verknüpft.

Methodisch bietet das Medium zahlreiche Möglichkeiten zur Förderung von Urteilskompetenz und Handlungskompetenz. Die Lernenden reflektieren eigene Wertvorstellungen, setzen sich mit gesellschaftlichen Strukturen auseinander und entwickeln Perspektiven für verantwortliches Handeln. Das Video verdeutlicht, dass die Zehn Gebote nicht nur Verbote darstellen, sondern als Einladung zu einem Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und menschlicher Würde verstanden werden können.

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